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Der Bau des Lipno Staudamm
Die ersten
konkreten Überlegungen zur Errichtung eines wassertechnischen
Bauwerkes am Oberlauf der Moldau sind bereits in einer
Studie von 1892
urkundlich überliefert. Im Jahr 1931 wurde eine weitere Studie
erarbeitet welche bereits die wesentliche Grundlage für das
heutige
Wasserbauwerk Lipno darstellt. Diese Studie wurde weiter
zu einem Generalprojekt vervollkommnet und in den Jahren
1952
bis
1960 wurde das
hydroenergetische Projekt realisiert. Die wichtigste Funktion
dieses Bauwerkes besteht im Hochwasserschutz wobei
der Lipnosee die
obere Staustufe in einem Dreistaudammprojekt bildet welches
die Moldau bis nach Prag regulieren soll.
Das Naturgewallten
nicht berechenbar sind zeigt das verheerende
Augusthochwasser von 2002. Das Prinzip des Auffangens
gewaltiger Wassermassen und dessen regulierten Ablaufes hat total versagt,
so dass sich die Katastrophe von 2002 mit der Überschwemmung
von Prag über die Elbe bis nach Ostdeutschland ausbreiten konnte.
Die Frage ob ein besseres Staumanagement diese Katastrophe
hätte verhindern oder abschwächen können wurde im Anschluss
der Tragödie gestellt aber offiziell nie
beantwortet.
Ein weiterer sehr
wichtiger Effekt das Staudammes ist die Energiegewinnung durch
die Antriebsenergie des Ablaufwassers.
Dieses wird im
Inneren des Staudammes in einer Kaverne über 2
Francis-Turbinen geleitet welche die angeschlossenen
Generatoren
mit einer Leistung
von je 60 MW antreiben.
Das gesamte System
bestehend aus Hauptbecken, Wasserwerk, Kraftwerk, Nebenbecken
und Nebenanlagen ist vollautomatisch betrieben
und wird von einem
Mitarbeiter kontrolliert.
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